Tesla hält an seinem Projekt in Deutschland fest

Nach Angaben der örtlichen Behörden würde Tesla trotz der neuen US-Gesetzgebung an seinem Plan festhalten, eine Batteriefabrik in Deutschland zu errichten.
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Teslas geplante Batteriefabrik in Deutschland wird “aufrechterhalten”, sagten die lokalen Behörden am Donnerstag, nachdem Presseberichte über eine Baupause aufgrund eines neuen Subventionsregimes in den USA berichtet hatten.

“Tesla (…) hat bestätigt, dass die Batteriefabrik vor Ort gebaut wird”, sagte ein Sprecher der deutschen Region Brandenburg (Ost), in der die Fabrik errichtet werden soll, in einer Erklärung gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

Der Wirtschaftsminister der Region, Jörg Steinbach, reiste am Dienstag nach Washington, um die Situation mit Vertretern des US-Autobauers Tesla zu klären.

“Wir müssen mit Änderungen bei den Prozessen und der Priorisierung rechnen. Aber das Werk kommt”, erklärte er nach dem Treffen auf Twitter. Die Fabrik soll südlich der deutschen Hauptstadt entstehen, an dem Ort, an dem Tesla im März seine erste europäische Produktionsstätte für Autos eingeweiht hat.

Tesla antwortete am Donnerstag auf eine Anfrage von AFP nicht sofort. Das Wall Street Journal hatte Mitte September berichtet, dass der US-Konzern beschlossen habe, seine Pläne für eine Batteriefabrik in Deutschland wegen neuer Subventionen in diesem Bereich in den USA auf Eis zu legen.

Im August verabschiedete Washington einen Text, der Steueranreize für Autohersteller vorsieht, wenn die Fahrzeugbatterien in den USA hergestellt und montiert werden.

Die neue Regelung für staatliche Beihilfen führte zu Spannungen zwischen den USA und den Europäern, wobei die EU auf protektionistische Maßnahmen hinwies. Es würde Tesla benachteiligen, da das Unternehmen bisher geplant hatte, in seiner europäischen Fabrik hergestellte Batterien in die USA zu schicken.

Für den Konzern stellt sich die Frage, wie die Batterieproduktion zwischen den beiden Kontinenten aufgeteilt werden soll. Zumal Tesla im April eine neue “Giga-Fabrik” in Austin (Texas) eröffnete.

Die Ansiedlung von Tesla in Deutschland war für den amerikanischen Riesen kein Zuckerschlecken, da er sich mit zahlreichen bürokratischen und rechtlichen Problemen konfrontiert sah.

Der Bau der Giga-Fabrik wurde insbesondere durch behördliche Kontrollen bezüglich der Auswirkungen der Fabrik auf die Wasserressourcen und die Umwelt in der Region erheblich verzögert.

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