Portugal baut Offshore-Windkraft aus

Angesichts der Energiekrise beschleunigt Portugal seine Energiewende. Das Land erhöht seine Ziele für Offshore-Windkraftanlagen.
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Portugal setzt im Rahmen seiner Energiewende auf Offshore-Windkraftanlagen. Das Land erhöht das Ziel für die erste Versteigerung von Offshore-Windenergie auf 10 GW.

Portugal beschleunigt seine Energiewende

Im vergangenen Juni wollte Umweltminister Duarte Cordeiro 6 bis 8 GW vorschlagen. Diese Kapazität ist doppelt so groß wie das Ziel Portugals für 2022. Das Land möchte jedoch schneller vorgehen.

Tatsächlich drängt die Energiekrise Portugal zu einem massiven Ausbau der erneuerbaren Energien. Tatsächlich befürchtet das Land eine Energieknappheit.

Duarte Cordeiro vor einem Parlamentsausschuss erklärt:

“Wir haben die Dringlichkeit und wir werden alles, was erneuerbar ist, beschleunigen. Wir wollen eine große Auktion für Offshore-Windkraftanlagen starten und unser Ziel ist es nun, eine Kapazität von 10 GW zu erreichen.”

Die Details und die Liste der Standorte sind noch in Vorbereitung.

Offshore-Windkraft wächst

Schwimmende Windkraftanlagen werden oft als die letzte Grenze der Offshore-Windkraftindustrie angesehen. Diese Technologie entwickelt sich jedoch immer weiter. In Großbritannien, Frankreich und Teilen Südostasiens gibt es bereits erfolgreiche Projekte.

In Portugal wurde ein kleines Projekt mit rund 25 MW entwickelt. Das WindFloat Atlantic-Projekt befindet sich etwa 18 km von der Stadt Viana do Castelo entfernt. Er besteht aus drei Offshore-Windkraftanlagen.

Neben der Offshore-Windenergie kann Portugal auch auf Wasserkraft oder Onshore-Windenergie zählen. Das Land verfügt über eine Wasserkraftkapazität von 7,3 GW und eine Onshore-Windkraftkapazität von 5,6 GW. Zusammen macht dies 83% der installierten Kapazität aus.

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