Die Energiekrise kostet 500 Milliarden Euro

Die Energiekrise hält an und die Maßnahmen zu ihrer Bewältigung werden immer zahlreicher. Die europäischen Regierungen stellten daraufhin fast 500 Milliarden Euro zur Verfügung. Angesichts der Ungleichheiten schlägt die EU eine koordinierte Reaktion vor.
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Die Energiekrise dauert an. Die Befürchtungen, dass es zu einer Energieknappheit kommen könnte, werden immer lauter. So verfolgen die Regierungen der EU immer mehr Strategien, um Bürger und Unternehmen vor dem Preisanstieg zu schützen. Laut einer Studie von Bruegel betrafen sie etwa 500 Milliarden Euro.

Die Energiekrise ist teuer

Der Anstieg der Gas- und Energiepreise setzt sich fort. So führen die Regierungen zahlreiche Maßnahmen ein. Diese zielen darauf ab, die Endkundenpreise für Strom zu begrenzen. Dies geschieht durch eine Senkung der Energiesteuern oder auch durch Subventionen für die Verbraucher.

Vor dem Hintergrund der Energiekrise haben die 27 314 Milliarden Euro bereitgestellt. In Großbritannien beläuft sich der Betrag auf 178 Milliarden Euro. Hinzu kommt der Betrag, der für Verstaatlichungen, Rettungsaktionen oder sogar Kredite an Energieunternehmen bereitgestellt wurde. So gaben die Mitglieder der EU 450 Milliarden Euro aus.

Auch wenn diese Maßnahmen nur vorübergehend sein sollen, ist die verstärkte Intervention des Staates hervorzuheben. Laut Bruegel wird diese Intervention “strukturell”.

Darüber hinaus warnt die Reflexionsgruppe. Simone Tagliapietra, ein Mitglied von Bruegel, erklärt:

“Diese Situation ist aus Sicht der öffentlichen Finanzen eindeutig nicht tragbar. Regierungen mit einem größeren haushaltspolitischen Spielraum werden die Energiekrise unweigerlich besser bewältigen, indem sie ihre Nachbarn in Bezug auf die begrenzten Energieressourcen in den Wintermonaten übertreffen.”

Ungleiche Ausgaben

Tatsächlich sind die Ausgaben zur Bewältigung der Energiekrise in den einzelnen EU-Ländern unterschiedlich hoch. So gibt Deutschland, die größte Volkswirtschaft der Europäischen Union, am meisten aus. Während ihre Industrieproduktion zurückgeht, unternimmt sie immer mehr Versuche, ihre Unternehmen zu retten.

Berlin stellte daraufhin 100 Milliarden Euro zur Verfügung. Zum Vergleich: Italien gab 59 Milliarden Euro aus und Estland legte 200 Millionen Euro beiseite. Tatsächlich geben Kroatien, Griechenland, Italien und Lettland mehr als 3% ihres BIP für die Bekämpfung der Energiekrise aus.

Angesichts dieses Trends schlägt die EU Maßnahmen vor, die auf EU-Ebene anwendbar sind. Dann geht es darum, die Energiekrise zu bewältigen, indem eine koordinierte Reaktion die nationalen Maßnahmen überlagert.

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