Deutschland erwägt Verstaatlichung von Sefe

Deutschland ist von der Energiekrise schwer betroffen. Nach der Verstaatlichung von Uniper erwägt das Land nun auch die Verstaatlichung von Sefe.
allemagne

Deutschland ist von der Energiekrise schwer betroffen. Seine Industrieproduktion sinkt und dem Land droht 2023 eine Rezession. Deutschland muss sich an den drastischen Rückgang der russischen Gasströme anpassen. So sucht sie nach Alternativen, um ihre Energieversorgung zu sichern.

So erwägt sie, den Gasimporteur, die ehemalige Gazprom Germania, zu verstaatlichen, um ihn vor dem Bankrott zu bewahren. Diese Ankündigung kommt zu einem Zeitpunkt, da Berlin bereits beschlossen hat, Uniper, einen anderen deutschen Gasriesen, zu verstaatlichen.

Deutschland bereit zur Verstaatlichung von Sefe?

Die Verstaatlichung von Sefe wurde vom Spiegel, einem deutschen investigativen Magazin, ins Gespräch gebracht. Die Regierung hat sich jedoch noch nicht geäußert. Laut den Sprechern des Wirtschaftsministeriums und der Energieaufsichtsbehörde erklären, dass Gespräche im Gange sind.

Sefe steht seit April unter Bundesaufsicht. So soll die Gasversorgung Deutschlands sichergestellt werden. Die Aktivitäten des Unternehmens sind nicht nur für den europäischen Gasmarkt, sondern auch für die Gasversorgung von entscheidender Bedeutung. Sie hat Vermögenswerte in Deutschland, Großbritannien, der Schweiz, Belgien und der Tschechischen Republik, aber auch außerhalb Europas.

Nach Ansicht einiger Experten ist die Verstaatlichung von Sefe wahrscheinlich. Eine solche Operation würde jedoch Wochen dauern.

Deutschland setzt daher auf Verstaatlichungen, um seine Versorgung zu sichern. Mit der Verstaatlichung von Uniper hat das Land bereits mindestens 40 Milliarden Euro in seine drei größten Importeure von russischem Gas – Uniper, Sefe und VNG – investiert.

Articles qui pourraient vous intéresser