700.000 Arbeitsplätze durch erneuerbare Energien

Im vergangenen Jahr wurden trotz der anhaltenden Auswirkungen von COVID-19 durch erneuerbare Energien 700.000 Arbeitsplätze geschaffen.
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Die Entwicklung der verschiedenen Formen erneuerbarer Energien weltweit hat im vergangenen Jahr 700.000 Arbeitsplätze geschaffen, trotz der “anhaltenden Auswirkungen von Covid-19 und der zunehmenden Energiekrise”, wie die Internationale Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) am Donnerstag mitteilte.

Insgesamt stieg die Zahl der Arbeitsplätze im globalen Sektor der erneuerbaren Energien (Solar-, Wind- und Wasserkraft, Biokraftstoffe, Biogas, Geothermie) bis 2021 auf 12,7 Millionen, gegenüber 7,28 Millionen vor zehn Jahren (2012) und 12 Millionen im Jahr 2020, wobei zwei Drittel davon in Asien angesiedelt waren.

Insgesamt entfallen allein auf China 42% der Arbeitsplätze in diesem Sektor, auf die EU und Brasilien entfallen jeweils 10%, auf die USA und Indien 7%, so die Irena in ihrem Bericht.

Der größte Wachstumssektor ist die Photovoltaik, die weltweit etwa 4,3 Millionen Menschen beschäftigt. Davon entfielen 40% der neuen Solarprojekte auf China, gefolgt von den USA, Indien, Brasilien und Deutschland.

Fast alle (96%) der Hersteller von Halbleitern (Wafer oder englisch wafer) sind nach wie vor in China ansässig, wo sie von einer starken staatlichen Unterstützung profitieren, stellt die Irena fest.

Die Biokraftstoffbranche beschäftigt weltweit 2,4 Millionen Menschen, viele davon in agroindustriellen Komplexen, die Wasserkraftbranche 2,35 Millionen.

In der Windenergiebranche sind insgesamt 1,37 Millionen Menschen beschäftigt, sowohl bei der Herstellung als auch beim Betrieb von Windfeldern.

Sie haben die weltweite Produktionskapazität im vergangenen Jahr um 93 GW erhöht, heißt es in dem Bericht, der in Zusammenarbeit mit der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) erstellt wurde.

In diesem Sektor entfallen 48% der Gesamtbeschäftigung auf China und insgesamt 57% auf Asien, gefolgt von Europa (25%), den USA (16%). Auf Afrika und Ozeanien entfallen 2 % der Arbeitsplätze.

Nach Ländern betrachtet, sind drei europäische Länder unter den Top 10: Deutschland an zweiter Stelle hinter China, Dänemark (7.) und das Vereinigte Königreich (8.). Europa ist führend bei der Errichtung von Offshore-Windfeldern, die komplexere Installationen als an Land, sogenannte Unterseekabel, erfordern.

Die Nutzung fester Biomasse beschäftigt 716.000 Menschen, Biogas 307.000 und Geothermie 196.000.

Die Irena geht davon aus, dass die Zahl der Beschäftigten im Bereich der erneuerbaren Energien bis 2030 weiter auf insgesamt 38,2 Millionen steigen wird, wenn die Investitionen in Energieeffizienz, Elektrofahrzeuge oder Wasserstoff zunehmen.

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